Paul Gauguin - Why are you angry? - Alte Nationalgalerie

25. März bis 10. Juli 2022

Sehnsucht nach Exotik und Erotik: Die Ausstellung «Why are you angry?» in der Alten Nationalgalerie zeigt Werke Gauguins, die auf der Südseeinsel Tahiti entstanden sind und stellt sie Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gegenüber. Gauguin verließ 1891 die Kunstmetropole Paris, seine Frau und fünf Kinder, um sich auf eine spirituelle und künstlerische Suche nach Französisch-Polynesien zu begeben. Hier lebte er mit einer Unterbrechung bis zu seinem Tod 1903. In dieser Phase entsteht unter anderem eines der Hauptwerke Gauguins aus der Sammlung der Nationalgalerie, das Gemälde «Tahitianische Fischerinnen» von 1891.

Vor dem Hintergrund historischer Vorbilder und postkolonialer Debatten stellt die Ausstellung den von Gauguin selbst erschaffenen Mythos des «wilden Künstlers» zur Diskussion. Gauguin griff seinerseits bereits auf einen kolonialen Traum vom irdischen Paradies zurück, der ihm zugleich den Aufbruch zu einer völlig neuartigen Kunst ermöglichte. Mit der Ausstellung «Why are you angry» nähert sich Gauguin aus verschiedenen Perspektiven und eröffnet aktuelle Blicke auch durch Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler wie Angela Tiatia, Yuki Kihara oder Nashashibi/Skaer und den thaitianischen Aktivisten und Künstler Henri Hiro. 
Weiterführende Informationen unter: https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/alte-nationalgalerie/ausstellungen/detail/paul-gauguin-why-are-you-angry/
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(Bild: Paul Gauguin (1848-1903), Arearea no Varua Ino. The Amusement of the Evil Spirit, 1894 (c) Ny Carlsberg Glyptotek)